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Sonntag, 2. Juni 2013

Umfahrung Bad St.Leonhard - Die Kleine Zeitung berichtet:




Verdacht: Ablöse mit Gutachten auf Bestellung

Bei der Umfahrung Bad St. Leonhard soll ein Sachverständiger Grundstückpreise auf Zuruf großzügig bemessen haben. Dem ehemaligen Landeshauptmann und Straßenbaureferenten Gerhard Dörfler wird Untreue vorgeworfen.
Foto © KLZ/Bettina Friedl
Hat ein gerichtlich beeideter Sachverständiger Gefälligkeitsgutachten erstellt? Geschah das im "Auftrag" eines Verantwortlichen des Landes Kärnten? Dieser Verdacht steht im Zusammenhang mit der Umfahrung Bad St. Leonhard im Raum. Ein Aktenvermerk eines Mitarbeiters des Landesrechnungshofes (LRH) liefert zusätzliche Munition. In dem Schreiben vom Feber 2009, das der Kleinen Zeitung vorliegt, liest sich das so: "Der Sachverständige teilte dem LRH daraufhin mit, dass ihm seitens des Auftraggebers mündlich aufgetragen worden sei, bei der Bemessung des Marktanpassungsabschlages großzügig vorzugehen." In anderen Worten: Der Sachverständige sollte offenbar nicht zu viele Argumente finden, die einen niedrigen Grundstückspreis ergeben.
Ein Ergebnis dieser Vorgehensweise ist seit einer Anzeige von Mitte Mai bekannt: 380.000 Euro hat das Land einer Familie gezahlt, damit diese ihr Grundstück für die Umfahrung hergibt. Basis dieser Summe war der vom Gutachter errechnete Verkehrswert von 262.000 Euro - für einen 1250 Quadratmeter großen Grund. Macht 209,6 Euro pro Quadratmeter in Bad St. Leonhard. "Das ist wirklich sehr gut bemessen", sagt Raimund Neuwirther, stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Kärnten. "Wenn ihnen jemand einen solchen Preis in Bad St. Leonhard bezahlt, würde ich sofort verkaufen." Üblich sind in den Lavanttaler Gemeinde 25 bis 45 Euro pro Quadratmeter. 209 Euro, wie vom Land im Lavanttal bezahlt, entsprechen dem Preisniveau "einer guten Lage im Klagenfurter Stadtteil Viktring", sagt Neuwirther.
Das Grundstücksgeschäft beschäftigt die Staatsanwaltschaft Klagenfurt. In seiner Anzeige wirft Gernot Nischelwitzer, Personalvertretungschef in der Landesregierung, dem ehemaligen Landeshauptmann und Straßenbaureferenten Gerhard Dörfler (FPK) Untreue vor. Dieser soll dem Grundstücksbesitzer samt Ablösen, Zuschlägen und einer "sozialen Zusatzzahlung" von 33.000 Euro insgesamt 380.000 Euro bezahlt haben. Und das alles für ein Grundstück, das für die Umfahrung gar nicht benötigt worden ist - wie andere auch.

Der Raunzer meint dazu:

Eigentlich wollte ich das Kapitel Dörfler und Umfahrung Bad St.Leonhard längst abschließen. Dörfler ist dank des Volksentscheides bei der letzten Landtagswahl Vergangenheit.
Ich verstehe eines nicht, warum ausgerechnet die Grundablösen auf einmal das große Thema sein sollen. Erfahrungsgemäß kosten langwierige Enteignungsverfahren noch mehr und niemand hat etwas davon. Wenn ein vom Bau Betroffener schon sein Haus und seinen Grund opfern muß, soll er auch ensprechend entschädigt werden.
Verteuert haben die Umfahrung nicht diese Ablösen, sondern einzig und allein die vielen Umbauten, hervorgerufen durch Fehlplanung. Allein die Brandstattbrücke wurde nach einem Neubau dreimal umgebaut.
Inzwischen wurde wieder Umgeplant und die Brücke passte wieder nicht ins ursprüngliche Konzept, sodass ein Kreisverkehr geschaffen werden musste um die Umfahrungsstraße einbinden zu können.  Letztendlich war die Brücke für den Radweg zu schmal, sodass auch dieser umgebaut werden musste und eine eigene Brücke über die Lavant notwendig wurde. Die beiden Brücken bei der Nordausfahrt hätte man sich bei entsprechender Planung überhaupt ersparen können und die Monsterauffahrt zum Kohlweg hätte man mit ein wenig Phantasie auch billiger bauen können.
Zur Verantwortung kann man Dörfler aber nicht ziehen, da ja schon einmal von der Justiz bescheinigt wurde, dass er nicht erfasst was er tut. Mat hat ihm einen Persilschein ausgestellt, weil er die Tragweite seiner Handlungen nicht begreifen kann. Gott sei dank hat es der Wähler begriffen!

Mittwoch, 25. Juli 2012

Kunst am Bau

Bisher habe ich dem Bretterstapel neben der neuen  Umfahrungsstraße in Bad St.Leonhard keine Bedeutung beigemessen. Wurden eben herumliegende noch vom Bau stammende Bretter oder Schaltafeln gestapelt und zum Abtransport vorbereitet.
Erst heute habe ich aus der Zeitung erfahren, dass es sich dabei um ein 35.000.-Euro teures Kunstwerk handelt. Aus einem Künstler bzw.Architekten-Wettbewerb das die Kärntner Landesregierung unter dem Motto "Kunst am Bau" veranstaltete, wurde von der Jury der gebürtige Klagenfurter Architekt Hanno Kautz als Sieger ermittelt.
Nach eingehender Betrachtung des Objektes wurde mir auf einer Tafel am Bretterstoß der Titel des Werkes nahe gebracht: "Hammerschlag"
Unten die Beschreibung des Kunstwerkes:
Der Bezug zum Schnittholzlager der StoraEnso ist zweifellos hergestellt.
Mit dem Titel "Hammerschlag" kann ich aber beim besten Willen nichts anfangen, außer dass an dieser Stelle bis gegen Ende des 19.Jh. ein Hochofen und Eisenhämmer in Betrieb waren.

Kommentar per E-Mail:

Sonntag, 15. Juli 2012

Eröffnung der Umfahrungsstraße Bad St. Leonhard

Heute, dem 15.Juli 2012 war es endlich soweit: Die neue Umfahrung Bad St. Leonhard wurde Eröffnet und für den Verkehr freigegeben. Mit einem Donnerschlag hat die Einweihungsfeier im Tunnel begonnen. Regen draußen begleiteten die Feierlichkeiten und Sonnenschein gab es nach Abzug der Landespolitiker. Die Einweihungsmesse zelebrierte Stadtpfarrer GR.Walter Oberguggenberger, musikalisch umrahmt von der Stadtkapelle Bad St.Leonhard.
 







Samstag, 14. Juli 2012

Brückenschlag über die Lavant für Fußgänger und Radfahrer

Gestern,Freitag dem 13.Juli wurde rechtzeitig vor der Eröffnung der Umfahrung Bad St. Leonhard die neue Brücke über die Lavant eingesetzt die den Rad-und Gehweg beim Kreisverkehr im Süden der Stadt verbindet. Durch die abermalige Umplanung der Umfahrung wurde eine weitere Brücke notwendig.
Den Zuschlag zum Bau der neuen Brücke erhielt der renommierte Zimmereibetrieb Raimund Baumgartner aus Reichenfels. Seit 18 Jahren besteht der Betrieb und kann so auf eine langjährige Erfahrung im Holzbau zurückblicken. Zu den ausgeführten Bauten zählen unter anderen Großprojekte, wie das Sportstadion Wolfsberg, Werkshalle und Bürogebäude der Fa.StoraEnso, Schule und Internat in Tamsweg sowie sämtliche Rosenbauer Autobahnraststätten. Die Brücke liefert einmal mehr den Beweis über die Vielseitigkeit des innovativen Holzbauunternehmens.
Die Brücke, eine Holz-Stahlkonstruktion, wurde vor Ort zusammengebaut und mit einem Kranwagen in die vorgesehenen Fundamente eingesetzt.
Höchste Konzentration der Arbeiter war erforderlich, um die 30Tonnen schwere Brücke in die richtige Lage zu bringen um sie dann millimetergenau in die vorgesehenen Fundamente zu setzen.
Anwesend beim "Brückenschlag" waren auch BM Simon Maier, Architekt Buhrandt (Entwurf) und DI Kappelhuber (Statik), im Bild unten mit dem Erbauer, Zimmermeister Raimund Baumgartner bei der "Belastungsprobe".
In die 24m lange und 3m breite Brücke wurden 12Tonnen Stahl und 18Tonnen Holz verarbeitet. Die Brücke 
wird an die 250.000.- Euro kosten, 20.000.-Euro davon werden von der Stadtgemeinde Bad St.Leonhard getragen.
Am Abend lud BM Simon Maier die Bad St.Leonharder Bevölkerung in die Postgasse ein, um den Abschied von den LKWs zu feiern, die jahrelang zuvor über den Hauptplatz donnerten. Für Musik sorgte die BigBand der Stadtkapelle Bad St.Leonhard, für das leibliche Wohl die FF Kliening. 

Samstag, 26. Mai 2012

Zum neuerlichen Kommentar "Umfahrung Bad St. Leonhard"

In Beantwortung Deiner anonymen Anfrage bezüglich der Einbindung  Süd aus der Luft teile ich mit, dass ich mir die Mühe genommen habe, nochmals meine Flugkünste einzusetzen um auch den Nordabschnitt mit den schönen Brücken zu zeigen.

 

Donnerstag, 24. Mai 2012

Umfahrung Bad St. Leonhard aus der Luft.

Schön (groß) ist sie geworden die Einbindung der Umfahrungsstraße im Süden von Bad St. Leonhard. Aus der Luft sieht man erst die Dimensionen. Nochmalige Änderungen nicht ausgeschlossen.

Montag, 7. Mai 2012

Probieren geht vor studieren

...ist offensichtlich das Motto der Straßenbauabteilung auf der Kärntner Landesregierung.
Seit dem neuerlichen Umbau der Brandstatt(Hofbauer)-Brücke und des Radweges ist wohl jedem Schulkind schon klar geworden, dass denVerantwortlichen für diese Umfahrung entweder jedes räumliche Vorstellungsvermögen fehlt oder sie mit Plänen nichts anfangen können. Wie sonst ist es zu erklären, dass man während einer Bauphase die neu erbaute Brücke drei mal umbauen muß.
Nach zweimaligem Umbau des Radweges auf der Brücke selbst ist man nun drauf gekommen, dass durch den Radweg die Fahrbahn zu schmal ist und die beiderseitigen Zufahrten von der Kampersiedlung und dem Auenweg zu steil und unübersichtlich sind.
Der gerade erst neu errichtete Radweg führt künftig nun über eine neu zu schaffende eigene Brücke über die Lavant zur Kampersiedlung um weiter südlich der Brandstattbrücke in die Bundesstrasse einzumünden.

Die ursprüngliche Fehlplanung wird man später bei der Eröffnungsfeier als großzügigen Straßenbau verkaufen.

Montag, 26. März 2012

Umfahrung vorletzter Akt

Heute war der Raunzer auf der Baustelle der Umfahrung Bad St. Leonhard um Gerüchten nachzugehen, die besagen, dass für den neu geplanten und schon fertig gebauten Radweg der in die Hofbauer-Brücke mündet, wiederum eine neue Brücke erforderlich sei. Durch die Umplanung der ursprünglich vorgesehenen Umfahrung passte die neu errichtete Brücke nicht mehr zum neuen Plan.Wahrscheinlich um sich die Blamage eines Neubaues der Brücke zu ersparen wurde kurzerhand ein Kreisverkehr gebaut und auch ein neuer Radweg, (Siehe Bild unten) damit die Radfahrer nicht über den Kreisverkehr fahren müssen.

Der Radweg führt nun unter der neuen Umfahrung durch und mündet in einer großzügig gestaltenen Schleife planungsgemäß in den dafür auf der Brücke neu gebauten Radweg ein.


Vor der Brücke angekommen, hat mich ein freundlicher Herr angesprochen wer ich bin. Auf meine Gegenfrage wer er sei, stellte er sich als Angestellter der Strassenverwaltung vor. Grund genug zu fragen ob an den Gerüchten, dass eine neue Brücke für die Fussgäger bzw. Radfahrer gebaut werden soll etwas Wahres sei. Die Frage entlockte ihm nur ein verschmitzes Lächeln und er riet mir, mich doch bei der Landesregierung oder bei der Gemeinde zu erkundigen, was ich auch prompt tat. 
Auf der Gemeinde erfuhr ich, dass der Radweg auf der neu errichteten und bereits zweimal umgebauten Hofbauerbrücke wieder weg kommt, weil der Platz für die Auto-Fahrspur gebraucht wird. Als Grund dafür wurde angegeben, dass auf der anderen Seite Platz für eine neu geplante Lärmschutzwand geschaffen werden muß. Anstelle die Auffahrt vom Auenweg in die künftige Gemeindestraße zu ändern, wird nun die Bundesstraße umgebaut, angeblich um den ein-bzw. ausfahrenden Anrainern die Sicht zu erleichtern. Diese Logik ist für den Raunzer nicht nachvollziehbar, nachdem durch die seinerzeitige Erhöhung der Brücke die Zufahrten von den Nebenstraßen beiderseits der Brücke erst wesentlich erschwert wurden. Die neue Brücke für die Fußgänger und Radfahrer soll nun gleich nach der Unterführung der Umfahrungsstraße über die Lavant führen und in die Gemeindestraße westlich der Lavant einmünden. Der bereits fertiggestellte Radweg von der Unterführung bis zum bestehenden Radweg auf der Hofbauer-Brücke wird damit wieder hinfällig. Bravo!
Bald kommt Pfingsten, wird aber auch nichts nützen um die Verantwortlichen für diese Umfahrung zu erleuchten. Hauptsache bei der Eröffnung der Umfahrung wird den Politikern wieder andächtig zugehört, wenn sie mit stolz geschwellter Brust "ihr Werk" loben. Egal, wir haben unsere Umfahrung und sind froh darüber. Spaten und Lügen wie bei der Spatenstichfeier einen Tag vor der Landtagswahl brauchen wir aber ebenso wenig wie unfähige Straßenplaner.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Bahn-Lavantbrücke der Umfahrung Bad St. Leonhard

Heute früh hat der Raunzer die Baustelle im Südabschnitt der Umfahrung besucht. Romantisch ist der Weg dorthin und überwältigend das Baugeschehen.
Da tut sich was im Südabschnitt der Bad St. Leonharder Umfahrung. Die Pfeiler für die "Hohe Brücke" stehen schon und der Raunzer war beeindruckt vom rasanten Fortschritt dieses Vorhabens.
Der herannahende Zug hat mir bewiesen, dass die Höhe der Brücke richtig berechnet wurde. Ein Bravo den Vermessungskollegen.


Jedenfalls kann man den ausführenden Baufirmen glauben, dass tatsächlich bis zum Sommer nächsten Jahres
der Schwereverkehr nicht mehr durch die Stadt, sondern hier über die Bahn und die Lavant führt.
Aufwändige Hangsicherungen waren nötig um dem Druck der "Gmoan" standhalten zu können. Die gewonnene Höhe über dem "Lourdesfelsen" ausnützend wurde die Brücke gleich hier über die Bahn und die Lavant geführt.
Um den Bahnbetrieb während der Bauzeit aufrecht zu erhalten, werden daneben bereits riesige Stahlträger vorbereitet die dann die Geleise überbrücken werden.

Dienstag, 26. Juli 2011

Arbeitsunfall auf der Umfahrungsbaustelle in Bad St. Leonhard

Heute vormittag gegen 9.00 Uhr waren drei Arbeiter auf der Umfahrungsbaustelle in Bad St.Leonhard mit einem sogenannten Initiierschlauch beschäftigt. Als der Schlauch verstopfte, versuchte man mittels Druckluft den Schlauch durchzublasen. Als sich die Verstopfung plötzlich löste, konnten zwei Bauarbeiter den Schlauch nicht mehr festhalten. Ein dritter 50jähriger Arbeiter wurde von dem herumpeitschenden Schlauch am Kopf getroffen und verletzt. Nach der Erstversorgung wurde er in das LKH Wolfsberg eingeliefert.
( Kleine Zeitung)

Freitag, 22. Juli 2011

Badgassenfest in der neuen verkehrsberuhigten Zone.

Ausgehend vom "Erscheinungskreuz" am Schlossberg geht es entlang der neu beschilderten Wanderroute Kliening-Sauerbrunn in Richtung Badstraße.
Vorbei am Bürgerbrunnen, dem leider die schöne Steinmuschel abhanden gekommen ist, wandert man um die Ruine Gomarn herum bis zum neu errichteten Weg zum Gesundheitsressort.
Links geht es weiter zuerst zur Bahnunterführung,und weiter zur Schwefelbadbrücke, wo auch die Badstraße ihren Anfang nimmt.
 Kurz danach erblickt man die neu errichtete Stadtmauer.
 
Hat man diese Mauer allerdings überwunden, eröffnet sich ein Paradies.
Keine Eisenbahn, kein Straßenlärm, nur Vogelgezwitscher. Sowas schweißt zusammen, daher haben die restlichen Bewohner der einst größeren Siedlung auch das "Erste Badstraßenfest hinter der Mauer" veranstaltet.
Bei Wein, Bier und einer guten Bretteljause unterhielt man sich einen schönen Nachmittag und Abend lang.
 

 
 
Ein Nahversorger ist "Gott sei Dank" auch im neu geschaffenen Stadtviertel außerhalb der Mauern.
Die Jugend fühlte sich auch sichtlich wohl und half auch fleißig mit.
Höhepunkt war allerdings dieses wunderbare  Kunstwerk von einer Fruchttorte.
 

Bei diesem Bild könnte man glauben  die Badstraße liegt auf einen idyllischen See. So gesehen hat die Mauer wenigstens irgend einen Sinn. Jedenfalls bemühen sich  die verblieben Anrainer des Tunnelungeheuers hier das Beste aus der neuen Situation zu machen.