Das Kreuz wurde im Jahr 1880 von ihrem Ur-Großvater Georg Schatz erbaut und 2006 von der Schwiegertochter Dorli Gaber liebevoll und mit viel Sachverstand restauriert.
Das renovierte Hauskreuz wurde unter großer Beteiligung von Nachbarschaft und Freunden eingeweiht.
Das Kreuz zeigt an der Frontansicht die Geburt Jesu,
die linke Außenseite ziert ein Bild des hl. Christophorus
die rechte Seite ein Bild des hl. Leonhard.
Angetan von der wunderschönen Lage des Anwesens mit einer 400 jährigen Buche vor dem Haus, konnte ich mich auch im Haus selbst umsehen.
rechts die Küche und dahinter die gemütliche Bauernstube
Oben kommt man vom urigen Dachboden in die gemütlichen Zimmer, alles im Originalzustand und von den Besitzern Inge und ihrem Gatten Sepp Gaber liebevoll gepflegt.
Wen wunderts, angesichts solcher Bilder, dass das Haus von der ganzen Familie immer wieder gerne besucht und genutzt wird.
Die wahre Sensation für den Raunzer war aber die Entdeckung eines Buches, verfasst im Jahr 1689 von P.Martin von Cochem. Bei dieser bibliographischen Kostbarkeit handelt es sich um ein Buch aus der Zeit des 30jährigen Krieges.
Martin von Cochem wurde als Martin Linius am 13.12.1634 in Cochem (Moseltal) geboren. 1653 trat Martin in den Kapuzinerkonvent ein, wo er auch die Priesterweihe empfing. Nach einem Studium in Aschaffenburg wurde er als Lehrer an die theolog. Hochschule nach Mainz berufen. Bei seinen Ordensbrüdern in Ungnade gefallen, geht er als Prediger nach Süddeutschland und Österreich. Seine Bücher, auch das vorliegende, wurden des öfteren zensuriert.
Kurfürst Maximilian Josef von Bayern hat das Werk 1750 mit einem Nachdruckverbot belegt.
Als Ordensältester ging Martin von Cochem wieder zurück ins Wallfahrtskloster Waghäusl, wo er am 12. September 1712 auf der Treppe vor dem Altar starb.




























































